Wo?
Evangelische Christuskirche Elberfeld, Unterer Grifflenberg 65
Wann?
08.05.2026 - 19:15 Uhr

Geistliche Abendmusik mit der Bergischen Kantorei Wuppertal "Für den Frieden“

"Für den Frieden“

 

Frieden ist ein hohes Gut. Die Weisheit der Bibel formuliert es ultimativ, dass wir „dem Frieden nachjagen“ sollen (Psalm 34, Hebräerbrief 12). Frieden kommt nicht von allein, er muss errungen und immer versichert werden; im Kleinen wie im Großen. Dabei gebietet es auch das vernünftige Denken, dass Frieden die Grundlage eines gedeihlichen Zusammenlebens der Gesellschaften und Völker sei.

 

Aber die Welt ist im Wanken. Da vom Frieden zu sprechen wirkt nur noch wie ein Traum. Die vielen kulminierenden Krisen und heißen Kriege erwecken heute den Anschein, dass wir Menschen nichts gelernt haben. Die Friedensforschung und die Beantwortung der Frage, was „Frieden“ eigentlich ist, kommen und kommen nicht ans Ziel. Wie soll der Friede in der Welt herrschen, wenn der einzelne Mensch im Unfrieden mit sich selbst ist. Wahnhaftes Streben und eine unstillbare Gier stehen dem im Wege.


Schon 1914 war zu hören, dass man „mitten im Frieden“ vom Kriege überfallen wurde. Welch ein Trugschluss.

 

Die Bergische Kantorei Wuppertal macht dieses Thema unter der Überschrift

„Für den Frieden - Gedanken – Bilder – Klänge“


zum Zentrum ihrer geistlichen Abendmusik am 8. Mai 2026 um 19:15 Uhr in der Christuskirche, Unterer Grifflenberg 65.

 

Dieser Tag ist zugleich die 81. Wiederkehr des Tages der Befreiung von der NS-Diktatur, an dem der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende war, dem Tag der deutschen Kapitulation. Es gibt auch einen kurzen geistlichen Impuls von Pfarrerin Dorothee Nüllmeier. Chorwerke, Bilder und Texte aus vier Jahrhunderten werfen ein Licht auf die vielfältigen Hoffnungswege zum dem hin, was wir Frieden nennen.

 

Chorwerke von Heinrich Schütz, Dietrich Buxtehude, Arvo Pärt, Hugo Distler, Moritz Hauptmann, Heinrich von Herzogenberg, Johann Sebastian Bach und Josef Rheinberger beleuchten ganz unterschiedliche Facetten des Themas.

 

Parallel wird so auch das diesjährige Rheinberger-Jahr begangen. Orgelmusik, gespielt an der wunderbaren Schuke-Orgel der Christuskirche rundet das Bild ab. Kantor Matthias Lotzmann leitet die Bergische Kantorei und musiziert an Orgel und Flügel. Josef Gabriel Rheinberger (1832-1901) schuf in seinem Sterbejahr 1901 sein Opus ultimum, seine viersätzige letzte Orgelsonate Nr.20 F-Dur op.196, welche die berührende Überschrift „Zur Friedensfeier“ trägt. In gelassener Zuversicht setzt der Komponist am Ende seines Lebens diesen immerwährenden Hoffnungsakzent auf beständigen Frieden.

 

Text: Matthias Lotzmann

 

Bergische Kantorei Wuppertal
Pfarrerin Dorothee Nüllmeier - Geistlicher Impuls
Kantor Matthias Lotzmann - Orgel und Leitung

 

Der Eintritt ist frei.
Eine Spende am Ausgang zur Förderung der
musikalischen Arbeit der Bergischen Kantorei Wuppertal wird erbeten.