Große Dramatik und heftige Aktionswechsel

Chor und Orchester

Chor und Orchester. Foto: Nico Hertgen.

Die Johannespassion (BWV 245) ist das große oratorische Meisterwerk aus der ersten Lebenshälfte Johann Sebastian Bachs.

Mitglieder der Bergischen Kantorei Wuppertal

Mitglieder der Bergischen Kantorei Wuppertal. Foto: Nico Hertgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anders als in der Matthäuspassion tritt hier die unbändige und expressive Musikalität des angehenden Thomaskantors – fast ursprünglich zu nennen – zutage. Große Dramatik und heftige Aktionswechsel prägen dieses hoch komprimierte Werk, weshalb die „Wiederentdecker“ des 19. Jahrhunderts, allen voran Robert Schumann, es dem Schwesterwerk sogar vorzogen.

 

Matthias Lotzmann

Matthias Lotzmann, künstlerischer Leiter der Bergischen Kantorei. Foto: Nico Hertgen.

Die Entstehung des Werkes in der Feder Johann Sebastian Bachs erstreckt sich über mehrere Jahre vor 1724. Und kaum vorstellbar – die Erstaufführung der Musik am Karfreitag 1724 in St. Thomae war keineswegs von einer begeisterten Aufnahme durch die Leipziger Öffentlichkeit begleitet. Das mag damals mit dem Verhältnis zwischen der konkreten theologischen Aussage des Werkes und der beginnenden Aufklärung im Leipzig der 1720er Jahre zu tun gehabt haben.

 

 

 

Mitglieder der Bergischen Kantorei Wuppertal. Foto: Nico Hertgen.

Mitglieder der Bergischen Kantorei Wuppertal und des Bergischen Kammerorchesters. Foto: Nico Hertgen.

Aber auch heute – auch in Wuppertal – scheint die den Kern bildende Auffassung von der Kreuzigung Jesu als Sühnopfer zur Disposition zu stehen. Ob Glaube und Kunst den Geist ihrer Zeit zu bedienen haben – darüber geriet man schon im Leipzig von 1724 in Wallung. So ist die Aufführung des Werkes auch inhaltlich von hoher Aktualität. Bachs Musik zumindest legt ein klanglich beredtes und unzweifelhaftes Zeugnis ab, das die Menschen bis heute in ihren Bann zieht.

Mitglieder der Bergischen Kantorei Wuppertal. Foto: Nico Hertgen.

Mitglieder der Bergischen Kantorei Wuppertal. Foto: Nico Hertgen.

 

 

 

 

 

 

 

Bergisches Kammerorchester

Mitglieder des Bergischen Kammerorchesters. Foto: Nico Hertgen.

 

Das Werk wurde am 10. April 2011 in der Alten Kirche Wupperfeld mit großem Erfolg aufgeführt.

Es wirkten mit:

  • Hildegard Keller –Sopran
  • Heike Bader – Alt
  • Marco Schweizer – Tenor
  • Alexander Schmitt – Bass
  • Gernot Wolff (Christusworte)
  • Bergische Kantorei Wuppertal
  • Bergisches Kammerorchester
  • Leitung: Matthias Lotzmann