Musikalische Vesper in der Klosterkirche Beyenburg

 
Musikalische Vesper in der Klosterkirche Beyenburg
am Sonntag, den 26. März 2017
um 17:00 Uhr
Bergische Kantorei
Leitung:
Dr. Matthias Lotzmann
 
Programm:
Introitus-Kanon
Per crucem et passionem tuam
“Durch dein Kreuz und Leiden, durch deine heilige Auferstehung erlöse uns, Herr“
Kanon à 6
 
August Ferdinand Häser (1779 – 1844)
Aus der Tiefe rufe ich zu dir,
 
Arnold Mendelssohn (1855 – 1933)
Wunderbarer König
 
Friedrich Kiel (1821 – 1885)
Wie lieblich sind deine Wohnungen
 
Albert Becker (1834 – 1899)
Erquicke mich mit deinem Licht
 
Johann Sebastian Bach
Durch dein Gefängnis Gottes Sohn,
ist uns die Freiheit kommen
 
Dietrich Buxtehude (1637 – 1707)
Praeludium in g BuxWV 149
 
Johann Sebastian Bach
Christus, der uns selig macht
Moritz Hauptmann
Meine Seel’ ist stille zu Gott
op. 53, 3
 
Johann Sebastian Bach
Ach, großer König, groß zu allen Zeiten
 

Johann Christoph Bach (1642 – 1703)
Sei getreu bis in den Tod
Alles ist eitel, du aber bleibst

 

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Präludium und Fuge in a BWV 543

 
Johann Sebastian Bach
In meines Herzens Grunde, dein’ Nam’ und Kreuz allein
 
Christian Rinck (1770 – 1846)
Vater unser
 
Johann Sebastian Bach
Ach Herr, lass dein lieb‘ Engelein
 
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Verleih uns Frieden gnädiglich SWV 372
aus : Geistliche Chormusik 1648

Nachruf für Almuth Timm

Almuth Timm im Chor Das Leben mit Almuth Timm ist nun zu Ende. Am Ende des Weges durch ihre schwere Krankheit hat sie am Samstag, dem 5. Juli 2014, ihre, wie sie selbst erbittend sagte, „leibliche Hülle verlassen.“ Vom Ringen müde und doch erfüllt von der Sehnsucht nach tiefem Frieden ist sie uns allen dorthin vorangegangen, wo wir vor Schmerz und Qual geborgen sein werden.Ich bin mir sicher, dass sie in dieser Zuversicht im Angesicht ihres Schicksals gerade auch noch in den letzten Wochen und Tagen gewachsen ist. Der Körper wurde matt, aber, der Eindruck war stark, der Friede in ihr wuchs. Davon hat sie auch gesprochen und man konnte es in ihren noch ganz wachen Augen sehen.Almuth Timm war mit großer Begeisterung und verlässlichem Engagement langjährige Sängerin in der Bergischen Kantorei Wuppertal und trug zugleich Verantwortung im Vorstand. Der Chor insgesamt und auch mancher im persönlichen und freundschaftlich vertrauten Umgang hat an ihrer ausgleichenden und zugleich immer einen eindeutigen Standpunkt beziehenden Persönlichkeit Teil haben dürfen. Sie war von der Musik begeistert und wach bei der Sache und wusste, welcher Schatz in diesem Musizieren für sie zutage trat. Das Singen war ein Schlüssel zu der Tür, Distanzen zu überwinden und Zurückhaltungen und Skepsis hinter sich lassen zu können. Hier blühte sie auf.
Almuth Timm hat da auch Antworten und Trost für ihr oftmals von tiefen Zweifeln und drastischen Zäsuren geprägtes Leben gefunden. Auf ihrem Sterbelager war dies Hauptgegenstand mancher Gespräche. Noch – besser erst recht –  in der Extremsituation erreichten sie die Klänge ihrer Musik und gaben ihr den Sinn und die Kraft, die sie zum Sterben können brauchte. Am Ende war Musik das Wesentliche und der vermissende Seufzer, ihr in den Lebenszeiten nicht noch intensiver nachgegangen zu sein, charakterisierten die letzten Gespräche. Bei aller Trauer und Verzweiflung an diesem Tode birgt gerade dies eine Perspektive. Diese Worte der Sterbenden sind da lebendig machender Antrieb, im Singen nicht nachzulassen und die Räume des Klangs als ein tröstliches Zuhause zu behalten und weiterhin darin zu sein. Warum kommt man erst, wenn es zum Wesentlichen kommt, auf das Wesentlichezu sprechen? Almuth Timm macht uns großen Mut, der Wunderkraft der Musik, ja, und auch dem in ihr eingekleideten Gotteswort zu vertrauen, dem, was wir singen, wirklich zu glauben, im Leben und im Sterben. Das vermag zu trösten und darin können wir alle fröhlich werden.Die Bergische Kantorei hat es ihr im Sterben mit den Worten von Matthias Claudius singend zugerufen und sie hat es noch gehört:                                     Gott, lass dein Heil uns schauen,

                                     auf nichts Vergänglich’s trauen,

                                     nicht Eitelkeit uns freu’n;

                                     lass uns einfältig werden

                                     und vor dir hier auf Erden

                                     wie Kinder fromm und fröhlich sein.

 

                                     Wollst endlich sonder Grämen

                                     Aus dieser Welt uns nehmen

                                     Durch einen sanften Tod;

                                     Und wenn du uns genommen,

                                     lass uns in’ Himmel kommen,

                                     du unser Herr und unser Gott.

 

Almuth Timm ist in unseren Herzen. Wir vermissen sie sehr.

 

Matthias Lotzmann

 

Zu den Feiertagen

Dein Glanz all Finsternis verzehrt,
Die trübe Nacht in Licht verkehrt.
Leit uns auf deinen Wegen,
Daß dein Gesicht und herrlichs Licht
Wir ewig schauen mögen!

Wir wünschen allen Sängerinnen und Sängern, Freunden und Gönnern unserer Arbeit
und den treuen Zuhörern unserer Konzerte gesegnete Weihnachtsfeiertage,
auf dass wir uns im neuen Jahr bei einem interessanten Jahresprogramm
und zahlreichen gottesdienstlichen Mitwirkungen wieder begegnen.

Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf das vergangene Jahr zurück
und erhoffen uns mit Ihnen zusammen weiterhin eine gelingende Arbeit in 2011.

Herzlichst
Ihre Bergische Kantorei Wuppertal
und Matthias Lotzmann